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Kulturgeschichtliches

Bebenhausen - Mitten im Naturpark Schönbuch liegt als das ehemalige Zisterzienserkloster Bebenhausen. Es ist eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klöster in Deutschland. Es wurde im Jahre 1187 von Pfalzgraf Rudolf von Tübingen gestiftet, zunächst von Prämonstratenser-, bereits 1190 von Zisterziensermönchen der Abtei Schönau belegt. Durch zahlreiche Schenkungen und Sonderrechte wie Steuerfreiheit, Holz- und Fischereirechte im Schönbuch wuchs der Grundbesitz des Klosters rasch an und es wurde schnell eines der reichsten Klöster. 

War es zuerst das Kloster, das mit seinen Besitzungen und Rechten dieses Waldgebiet erhalten half, so garantierte später der Umbau zum königlichen Jagdschloss unter König Friedrich den Bestand des Schönbuchs als königliches Jagdgebiet.

Um das Kloster bildete sich die bis heute einzige Ansiedlung Bebenhausen, daszentraler Ausgangspunkt für Schönbuchwanderungen ist.

 

Olgahain - Aufgrund der Archivquellen ist der Hain zwischen 1867 und 1871 zum Lustwandeln in wild-romantischer Natur angelegt worden. Wahrscheinlich wurde er der Königin Olga vom Forstamt Bebenhausen oder auf Initiative König Karls gewidmet. Das Zusammenkommen einer Vielzahl von Naturschönheiten ließ den Platz auf dem Kirnberg dem Geschmack der Zeit entsprechen und schuf ideale Voraussetzungen für den Olgahain. Zunächst ist vor allem die Geländeform eine der Hauptschönheiten des Olgahains. Die nördliche Begrenzung wird von der Abbruchkante des Rhätsandsteins gebildet, die schon für sich allein eine großartige Kulisse bietet. Der Oberhang ist teilweise von Hangschutt und Blockmeeren des Rhät überdeckt, darunter Einzelblöcke von mehreren Metern Durchmesser - genügend Baumaterial für Mauern, Treppen und Bänke.

Damals wie heute wird das Bild vor allem von den vielfältigen Grüntönen der Farne und Moose bestimmt, die durch die hohe Luftfeuchte am Gestein bestens gedeihen.

 

Königsjagdhütte - Seine Königliche Hoheit Prinz Wilhelm von Württemberg ließ im Jahre 1888 die "Jagdhütte Schönbuch" - wie die Königliche Jagdhütte damals genannt wurde - errichten.

Sie war sogleich zentraler Ort des jagdlichen Geschehens. Am 6. Oktober 1891 wurde der Prinz zum König von Württemberg gekrönt. Wenn er auf der Jagdhütte weilte, erhielt der König wichtige Nachrichten über den Postbotenweg.

Recht bescheiden ist die Hütte wohl deswegen ausgefallen, weil der auf Sparsamkeit bedachte Kronprinz sich nicht dem Vorwurf aussetzen wollte, er habe zu viel Geld ausgegeben, zumal nach der Säkularisation das Abtshaus im ehemaligen Kloster Bebenhausen unter König Friedrich bereits zum königlichen Jagdschloss umgebaut worden war.

Heute ist die Königsjagdhütte ein aus allen Richtungen gut zu erreichendes, beliebtes Ausflugsziel.